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Kreatin (Methylguanidinoessigsäure) ist ein Zwischenprodukt des intermediären Stoffwechsels. Es liegt in der Muskulatur mit Phosphorsäure gekoppelt als energiereiche Verbindung vor, aus der mit Hilfe des körpereigenen Enzyms (Katalysator) Kreatin-Kinase ATP regeneriert werden kann. ATP (Adenosintriphosphat) ist die zelluläre Energiewährung im Tier- und Pflanzenbereich.
Kreatin wird zum Teil im menschlichen Körper (Niere, Bauchspeicheldrüse und Leber) selber hergestellt, aber auch mit Fleischnahrung aufgenommen. Ein rund 70 Kilogramm schwerer Mann besitzt zirka 120 Gramm davon. 95 Prozent befinden sich in der Muskulatur. Auf natürliche Weise scheidet der Körper täglich 2 Gramm dieser Substanz durch den Urin als Kreatinin aus. Durch die Nahrungsmittelaufnahme - vor allem durch den Konsum von weissem Muskelfleisch - gelangt das Kreatin wieder in den Körper. Vegetarier weisen deshalb einen niedrigeren Kreatinspiegel auf. (Protein für Vegetarier: ALL VEGETABLE PROTEIN (Soja) von MLO). Durch künstliche Zufuhr kann dieser auf das normale Mass erhöht werden. Das erste auf dem Schweizer Markt vom Bundesamt für Gesundheit zugelassene Kreatinpräparat war Podium® der Firma Synergen AG in Cham. 5 Gramm dieser Substanz entsprechen etwa dem Kreatingehalt von 1000 Gramm Fleisch.
Als Muskelsubstanz ist Kreatin seit über hundert Jahren bekannt. Entdeckt vom Franzosen Chevreul im Jahre 1832, hat sich die Wissenschaft immer wieder mit der zentralen Rolle von Kreatin im Muskelstoffwechsel auseinandergesetzt. Über die körpereigene Substanz liegen heute zuverlässige wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Die ersten Autoren, die ihre volle Aufmerksamkeit auf die Nahrungsergänzung mit Kreatin richteten, waren Harris und Mitarbeiter im Jahre 1992. Dank herausragender Erfolge der Weltklasse-Athleten Linford Christie und Colin Jackson an den Olympischen Spielen in Barcelona stiessen diese Studien bald auf grosses Interesse und ermunterten weitere Forscher, auf diesem Gebiet tätig zu werden.