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Elektrische Muskel-Stimulation - Lüge und Wahrheit
(aus Sportrevue)

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie wollen Ihre Kraft und Masse erhöhen, haben aber weder Zeit noch grosse Lust, regelmässig ins Studio zu traben. Zuhause reicht der Platz nicht für ein Heimstudio, und ausserdem wollen Sie ohnehin nicht Ihr sauer verdientes Geld für all die Gerätschaften, Gewichte etc. ausgeben. Also beschliessen Sie, ein paar Muskeln aufzubauen und vielleicht sogar Ihre wachsenden Rettungsringe zu reduzieren, indem Sie fernsehen. Eine Fitnesssendung? Wie wäre es mit dem Playboy-Channel? Sie stellen den Fernseher an, ergötzen sich am Anblick der prallen Silikonbrüste, applizieren die Elektroden und schalten den Saft ein.

Wie bitte? Elektroden applizieren? Saft einschalten? Was ist das: Frankenstein 2000? Um genau zu sein, handelt es sich eher um ein Versprechen, das nie gehalten wurde. Dass in diesem zugegebenermassen frei erfundenen Szenario (schliesslich wissen wir alle, dass die Brüste auf dem Playboy-Channel echt sind, oder etwa nicht?) beschriebene Muskelaufbaugerät ist eine sogenannte elektronische Muskelstimulationsmaschine, kurz EMS genannt. Vor rund 25 Jahren rüttelten diese Maschinen die Welt des Eisensports auf, denn zumindest auf dem Papier klang ihr Konzept plausibel:

Der Muskel ist ein elektrochemisches Organ. Der Gedanke hinter EMS war: Die limitierenden Faktoren wie das Gehirn und bestimmte Sensoren in Muskeln und Sehenen sollten umgangen und damit eine Muskelkontraktion herbeigeführt werden, die um ein vielfaches stärker war, als Sie je bewusst bewerkstelligt werden könnte. Zuschauer der Ende der 70er Jahre stattfindenden Olympiade wurden Zeuge, wie sowjetische Athleten sich regelmässig an Elektroden anschlossen, die mit einer elektrischen Maschine verbunden waren. Und bevor man perestroika sagen konnte, ging einer dieser russischen Millionen-Volt-Männer raus und stellte einen neuene Weltrekord auf.

Ein russischer Wissenschaftler namens Jakov Kots liess während einer Vortragsreise durch Kanada Genaueres durchsickern. Wie Kots behauptete, erlaubten EMS-Maschinen den Athleten, ihre Muskeln 100 Prozent stärker zu kontrahieren als durch bewusste Anstrengung oder normales Training machbar. Noch verblüffender war seine These, eine EMS-Therapie würde zu Kratverbesserungen von 30 bis 40 prozent führen. Studien tauchten auf, in denen es hiess, EMS-Maschinen würden 90 Prozent der Muskelfasern stimulieren, während selbst intensivste Krafttrainingseinheiten (mein Freund Mike Mentzer würde sagen: "bis zum kompletten und vollkommenen Versagen") durchschnittlich nur 60 bis 70 Prozent der Fasern auf den Plan riefen.

Bald drohten nachfolgende Forschungen, das scheinbar gigantische EMS-Potenzial auf den Status einer primären oder begleiteneden Trainingstechnik zu reduzieren. Viele Studien fanden beispielsweise heraus, dass EMS zwar in der Tat zu Kraftzunahmen führte, aber nur in bestimmten Gelenkwinkeln, ähnlich wie isometrische Muskelkontraktion, sprich: eine ohne Bewegung erzeugte maximale Muskelkontraktion. Im Gegensatz hierzu stehen die für Krafttraining charakteristischen isotonischen Muskelkontraktionen, bei denen Gelenke und Muskeln über eine grössere Amplitude bewegt werden. Diese Art von Training nennt man auch dynamisches Training.

Trotz dieses Rückschlags blieb die Tatsache bestehen: EMS-Induzierte isometrische Muskelkontraktionen sind 10 bis 30 Prozent stärker als jede noch so intensive, ohne elektrische Unterstützung induzierte Kontraktion. Eine Studie verwendete das russische EMS-Protokoll, wie Kots es ausgeplappert hatte, wofür er wahrscheinlich wegen Hochverrats bereits in einem sibirischen Arbeitslager malochte. Die Probanden führten 10 Wiederholungen pro Tag aus, jede Wiederholung dauerte 10 Sekunden, danach folgten 50 Sekunden Pause. Die Studie ergab eine 40prozentige Steigerung der Oberschenkelkraft durch diese EMS-Anwendung.

Klar, dass solche Resultate einige Bodybuilder zu Experimenten mit EMS verleiteten. Mike Mentzer, damals Profi-Bodybuilder von Spitzenformat, hielt EMS-Maschinen für eine ideale Ergänzung zu dem von ihm propagierten Hochintensitätstraining, da beide auf die Erzeugung maximaler muskulärer Anstrengung ohne Übertraining abzielten. Ein weiterer Bodybuilder, der Kanadier John Cardillo, schrieb Mitter der 70er Jahre eine Artikelserie in der er die Tugenden des "Faradischen Trainings" lobte - eine Hommage an Michael Farady, den Erfinder der Elektrizität.
Ein Professor für physikalische Therapie an der Washington Uni in St. Louis baute eine EMS-Maschine und legte die Elektroden in einem viermonatigen Experiment einem 28jährigen Polizisten und Gewichtheber namens Derrick Crass an. Crass bereitete sich gerade auf seine Teilnahme an der Olympiade 1988 im koreanischen Seoul vor. Er trainierte wie gewohnt und unterzog sich zusätzlich einer EMS-Therapie. Zwei Wochen nach deren Start hatte er seine Maximalgewichte um 20 Kilo verbessert. Diese Kraftzunahme behielt er vier Wochen nach Absetzen der Therapie bei. Dann fing er für zwei Wochen noch einmal mit EMS an und verbuchte in dieser Zeit wiederrum erstaunliche Kraftzunahmen, bei manchen Übungen um die 38 Kilo.

Als Crass' Fall in einer annerkannten Sportmedizinzeitschrift publiziert wurde, erregten einige seiner Aspekte Aufsehen. An seinen Oberschenkeln durchgeführte Muskelbiopsien zeigten, dass der Durchmesser der Typ 1- oder langsam kontrahierenden Muskelfasern zugenommen, der Durchmesser der Typ 2- oder schnell kontrahierenden Musklefasern hingegen abgenommen hatte- das exakte Gegenteil von dem, was bei normalen Training passiert, da die Typ 2-Muskelfasern üblicherweise viel eher zu Hyperplasie oder Fasernteilung vermuten liess, denn seine Fasern waren nicht dicker, sondern nur zahlreicher als normal.
In den meisten Folgestudien zu EMS konnten die Erkenntinisse von Kots und anderen frühen Forschern nicht bestätigt werden. Man gelangte zu dem allgemeinen Konsens, dass EMS keinen stärkeren Anreiz für Muskel- und Kraftzunahmen darstellte als normales Krafttraining. Mehr noch: Der statische Charakter der EMS-induzierten Muskelkonzentrationen bedingte zudem, dass sich die athletische Leistung nicht unbedingt stark verbesserte, da diese eher von dynamischen Formen der Muskelkontraktionen profitiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch die Vermarktung von EMS bereits mit voller Wucht eingesetzt, sogenannte EMS-Center schossen wie Pilze aus dem Boden. Anzeigen betonten, dass bei EMS kein Tropfen Schweiss vergossen werden musste, nur eine Sitzung sei so effektiv wie " 500 oder mehr Situps". Die Implikation war, dass EMS das ermöglicht, worauf jeder scharf war: eine punktuelle Fettreduktion (die, wie wir alle wissen, ein Mythos ist und bleibt). Die Vielesser und Unbedarften jedenfalls fanden die Vorstellung, auf Knopfdruck schlank und attraktiv auszusehen, ungeheuer verlockend.

Eine in dem Fachblatt MEDICINE AND SCIENCE IN SPORTS AND EXEPRISE veröffentlichte Studie wollte prüfen, ob und inwiefern EMS die Körperzusammensetzung verändert. Die Studie verwendete zum einen das oben beschriebene russische EMS-Protokoll, ein zweiter Test benutzte die in kommerziellen EMS-Centern verwendete Methode. Das Ergebnis? Die Probanden beider Tests zeigten keinerlei Veränderungen hinsichtlich Körpergewicht, Gesamtkörperfettprozent, Fettgewicht, Zunahmen der Muskelgrösse oder des Magermasseanteils. Wenn man darüber nachdenkt, ist das nur logisch: Wieviel Kalorien kann man verbrennen, wenn man faul vor der Glotze lümmelt? Und was die Kardiovaskuläre Stimulation betrifft, so spürt man die nur, wenn man den Finger in die Steckdose hält, in die die EMS-Maschine eingesteckt ist.

Und wie steht es mit einer Kombination von EMS mit dynamischen Muskelkontraktionen? Das war das Thema der neusten EMG-Studie, die sowohl isokinetische (mit kontrollierter Geschwindigkeit ausgeführte) als auch isotonische Kontraktionen mit EMS kombinierte. Die Vergleichsgruppe trainierte ohne EMS-Unterstützung. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass die EMS-Unterstützung keine Vorteile gegenüber normalen Training brachte.